![]() ...ist und bleibt... die Xerox Corporation Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im Dokumenten-Management-Bereich. Der Firmenname leitet sich von der Xerografie ab, der Drucktechnologie, die in den 1930er Jahren vom Physiker und Patentanwalt Chester F. Carlson erfunden wurde. Das Wort Xerographie stammt von den griechischen Wörtern xeros für "trocken" und graphein für "schreiben". Der Konzern befindet sich 2007 auf Platz 145 der Liste Fortune Global 500, der weltweit erfolgreichsten Unternehmen. Im Jahr 2007 erwirtschaftete Xerox einen Umsatz von 17,2 Mrd. US-$ und beschäftigte rund 57.400 Mitarbeiter weltweit. Die Aktie des Unternehmens wird seit 1961 an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt. Geschichte In Europa entsteht 1956 als Joint Venture aus der Haloid Company und der Rank Organisation plc. die Rank Xerox Ltd.. Zwei Jahre später wird aus der Haloid Company die Haloid Xerox Inc. Auch in Deutschland ist Xerox seit 1959 vertreten, die Rank Xerox GmbH wird gegründet. Im gleichen Jahr geht der erste automatische Kopierer, der Xerox 914, in Serienproduktion. 1965 eröffnet Rank Xerox in Venray (Niederlande) eine Produktionsanlage, vier Jahre zuvor wurde am 18. April aus der Haloid Company Inc. die Xerox Corporation. 1970 wird das Palo Alto Research Center (PARC) in Kalifornien eröffnet, in dem drei Jahre später der weltweit erste PC mit WYSIWYG-Texteditor, Maus und grafischer Benutzeroberfläche (GUI), der 8010 Star, entwickelt wurde. Im gleichen Jahr wurde auch der weltweit erste Farbdrucker, der Xerox 6900 vorgestellt. Bereits 1977 zeigte Xerox den ersten Laserdrucker der Welt, mit 120 Seiten/Minute der bis dahin schnellste Drucker: den Xerox 9700. Xerox entwickelte 1979 das Ethernet, das erste schnelle Local Area Network (LAN). 1983 wurde der erste Großformatfarbdrucker auf den Markt gebracht. 1990 wurde das erste System für Digital Publishing mit 135 Seiten/Minute, die DocuTech 135, veröffentlicht. Print on Demand entstand. 1993 ging Xerox eine Partnerschaft mit Microsoft ein, mit dem Ziel PCs und dokumentenverarbeitende Geräte miteinander zu verbinden. Zwei Jahre später, 1995, wurde das Document Center System 20/35 eingeführt, das erste Multifunktionsgerät mit Druck / Kopie / Scan / Fax. 1996 wurde der, mit 40 Seiten/Minute Vollfarbe, schnellste Farbdrucker, die DocuColor 40 auf den Markt gebracht. 1997 wurde die Rank Xerox Ltd. in Europa von der Xerox Corp. aufgekauft und heißt fortan Xerox Ltd. 1999 verlor die Xerox-Aktie innerhalb weniger Monate zwei Drittel an Wert. Im gleichen Jahr wurden im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen weltweit 9000 Arbeitsplätze abgebaut, was einer Reduktion von ca. 10% der Mitarbeiter gleichkommt. 2000 ist der Börsenkurs von Xerox in einem Zeitraum von nur einem Jahr um 90% eingebrochen. Drastische Maßnahmen wurden eingeleitet – die Ausgaben wurden um 1,2 Mrd. US-$ gekürzt und Aktien im Wert von 2,4 Mrd. US-$ verkauft. Von über 93.000 Mitarbeitern im Jahr 1999 verblieben im Jahr 2003 nur noch 61.100. Auch Deutschland beschloss 2001/02 einen Sozialplan, auf dessen Basis ca. 500 Mitarbeiter in den darauf folgenden drei Jahren ihren Arbeitsplatz verloren. Anne M. Mulcahy wurde 2001 zum CEO benannt, ein Jahr später zum Chairman. Die finanzielle Lage von Xerox stabilisierte sich und es wurde wieder ein Gewinn erwirtschaftet. Diese positive Nachricht wurde jedoch von einem Finanzskandal überschattet: Im April 2002 leitete die amerikanische Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) eine Untersuchung gegen Xerox ein, bei der sich zeigte, dass zwischen 1997 und 1999 die Bilanzen erheblich gefälscht und in diesen drei Jahren nahezu 1,6 Mrd. US-$ Gewinn zuviel ausgewiesen worden waren. Daraufhin einigten sich Xerox und die Revisionsstelle KPMG auf die Zahlung eines Bußgeldes in zweistelliger Millionenhöhe. Die Bilanzen der vergangenen Jahre mussten erheblich korrigiert werden. Innerhalb von nur einem Jahr wurden 17 neue Produkte eingeführt, unter anderem die iGen3, einen Hochleistungsdrucker mit einer Geschwindigkeit von 110 Farbseiten/Minute. Bereits ein Jahr nach Einführung feierte Xerox den Verkauf der einhundertsten iGen3. 2004 wurden zwei wegweisende Systeme eingeführt: die Nuvera 100/120, ein digitales Schwarzweiß-Produktionssystem mit offsetähnlicher Druckqualität und der Phaser 8400. Im gleichen Jahr änderte Xerox seinen weltweiten Firmennamen und Slogan: aus „The Document Company Xerox“ wird „Xerox. Technology. Document Management. Consulting Services.“. 2005 wurde aufgrund Empfehlungen des US-amerikanischen Geheimdienstes der umstrittene Einsatz so genannter ID-Codes bei Laserdruckern als Wasserzeichen zur Bekämpfung illegalen Falschgelddrucks integriert. In diesem Jahr wurde auch die DocuColor 7000 eingeführt.
Die digitalen Systeme der Office Group beinhalten Einzelplatz- sowie netzwerkfähige Farb- und Schwarzweißdrucker auf Laser- oder Solid-Ink-Basis, Multifunktionsgeräte, Kopierer und Faxgeräte. Das Portfolio der Production Systems Group umfasst u.a. Publishing-Systeme, digitale Produktionsdrucker und „Book Factories“. Die Angebote von Xerox Global Services beinhalten Dienstleistungen für das Outsourcing dokumentenbezogener Prozesse. Diese enthalten beispielsweise den Aufbau von Dokumenten-Management-Archiven oder die Analyse effizienter Methoden für eine gemeinsame Nutzung von Dokumenten und Informationen im Büro. Ein weiteres Arbeitsfeld des Dienstleistungsbereichs ist der Betrieb von Druckzentren und Poststellen im Auftrag der Kunden sowie der Aufbau webbasierter Geschäftsprozesse für personalisierte Direktmailings, Rechnungen oder Broschüren. Darüber hinaus bietet Xerox mit seinem eigenständigen Geschäftsbereich Papier & Zubehör eine Reihe von Software-Werkzeugen, Support-Leistungen und Verbrauchsmaterialien wie Toner, Papier und Tinte an. Xerox Europe unterhält Produktionsstätten und Logistikdienste in Irland, Großbritannien und den Niederlanden sowie ein Forschungslabor (Xerox Research Centre Europe) in Grenoble, Frankreich. In Deutschland besteht Xerox seit 1959. Sitz des Unternehmens ist Neuss in Nordrhein-Westfalen.
Quelle: wikipedia.de |
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| 14.01.2009 |